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Das China-Virus hat ihn erwischt

Werner Rosenzweig aus Röttenbach hat ein Buch geschrieben über Shanghai - 28.01. 18:31 Uhr

RÖTTENBACH  - Er berichtet von „Guangxi“, den für Geschäftsleute lebenswichtigen Beziehungen, von Mao-Tai-Schnaps, Karaoke, großer landschaftlicher Schönheit, starken kulturellen Unterschieden, menschlicher Wärme und krassen, politischen und sozialen Widersprüchen. Werner Rosenzweig hat seinen dreijährigen China-Aufenthalt für Siemens und seine zahlreichen Geschäftsreisen zu einem Erfahrungsbericht in einem Buch verarbeitet mit dem Titel „Ni hao Shanghai“. Überdies gründete er eine Consulting-Firma, um Unternehmen beim Start im Reich der Mitte zu beraten.


Noch im chinesischen Umfeld: Werner Rosenzweig mit Töchtern Sabrina und Miriam (v.li) und Ehefrau Annemarie bei der Hochzeit seines Fahrers.
Noch im chinesischen Umfeld: Werner Rosenzweig mit Töchtern Sabrina und Miriam (v.li) und Ehefrau Annemarie bei der Hochzeit seines Fahrers.
Foto: privat
Noch im chinesischen Umfeld: Werner Rosenzweig mit Töchtern Sabrina und Miriam (v.li) und Ehefrau Annemarie bei der Hochzeit seines Fahrers.
Noch im chinesischen Umfeld: Werner Rosenzweig mit Töchtern Sabrina und Miriam (v.li) und Ehefrau Annemarie bei der Hochzeit seines Fahrers.
Foto: privat

Der zurückhaltend wirkende Mann wird lebhaft, als er die Möglichkeiten seiner Beraterfirma umreißt: Ein großer chinesischer Medienkonzern will deutsche Kinderbücher in China herausbringen. Kindergärten nach deutschem Vorbild sollen eröffnet werden. Reiche Chinesen sind an Schwangerschaftsgymnastik à la Germany interessiert. Chinesen, die die Haupt-Sehenswürdigkeiten Deutschlands schon abgehakt haben, soll die Romantische Straße gezeigt werden – zum Beispiel. Das Wiener Opernball-Orchester soll in China spielen und dort Musikaufnahmen machen...


„Ni hao, Shanghai“: Werner Rosenzweig mit seinem Buch am Schreibtisch zu Haus in Röttenbach.
„Ni hao, Shanghai“: Werner Rosenzweig mit seinem Buch am Schreibtisch zu Haus in Röttenbach.
Foto: Ralf Rödel
„Ni hao, Shanghai“: Werner Rosenzweig mit seinem Buch am Schreibtisch zu Haus in Röttenbach.
„Ni hao, Shanghai“: Werner Rosenzweig mit seinem Buch am Schreibtisch zu Haus in Röttenbach.
Foto: Ralf Rödel

Seit Anfang der 90er Jahre hatte der Herzogenauracher, jetzt Röttenbacher Werner Rosenzweig, Jahrgang 1950, als Kaufmann in leitender Position bei Siemens mit dem Vertrieb von U-Bahn-Fahrzeugen zu tun.

Von Juni 2005 bis Ende September 2008 lebte er mit seiner Frau Annemarie und den Töchtern Sabrina und Miriam das „Expat“-Leben in Shanghai mit den typischen Begleiterscheinungen: Die Männer arbeiten rund um die Uhr und sind häufig auf Geschäftsreise. Die Frauen sind – weil sie keine Arbeitserlaubnis haben und die Sprache im fremden Land nicht sprechen – zum Luxusleben mit Putzfrau, Köchin, Clubs und Ausgehen „verurteilt“. Die Kinder besuchen die deutsche Schule.

Seine Eindrücke schildert der Autor anekdotisch, direkt und oft auch unverblümt. Er erzählt von den sympathischen Begegnungen mit Chinesen, doch auch von Fremdsein, zeichnet den freundlichen Mitmenschen, kritisiert aber die Tibet-Politik oder die Olympia-Propaganda 2008 in der Ein-Parteien-Diktatur.

Dies alles in leicht leserlichem Ton, teils auf Englisch, der Sprache, in der man sich in den Ausländer-Vierteln verständigt. Illustriert wird dies mit Landschafts- und Familienfotos, fränkischen Episoden und selbstverfassten Gedichten.

Mit Pomp und Staatsbankett

Als China-Kenner kann Rosenzweig verschiedene Dinge differenzierter einordnen als ein Betrachter von außen. Wie die Aussage des chinesischen Staatspräsidenten bei seinem jüngsten USA-Besuch mit Pomp und Staatsbankett. „In China gibt es Handlungsbedarf“ räumte Hu Jintao vor Journalisten ein, gefragt nach den Menschenrechten. Nach westlicher Lesart wurde dies ausgelegt als „Zugeständnis“. Der China-Berater sieht dies so: „Er hat nicht gesagt, dass etwas passiert. Auch gegenüber Ex-Kanzler Schröder gab es schon solche Aussagen“.

„Ren“ steht im Chinesischen für Mensch und „qua“ für Recht oder Macht. Dies seien die dominierenden Kräfte in der chinesischen Kultur. Dies könne man mit „Menschenrecht“ oder „Menschenmacht“ übersetzen.

Rosenzweig, inzwischen bei Siemens ausgeschieden, veröffentlichte seinen Erstling auf Anraten seiner Freunde. „Das musst du in einem Buch schreiben“, ermunterten ihn viele. Er sieht das 439 Seiten starke Buch als „Ratgeber“. Verarbeitet wurden auch Teile der Korrespondenz der Familienmitglieder, Zeitungsartikel, touristische Informationen zu Reisezielen in China. Inzwischen hat ihn die Schreiblust gepackt, obwohl er – wie er sagt: „Kein Schriftsteller ist“.

Zwei weitere Manuskripte hat er schon unter Vertrag, diesmal beim österreichischen Verlag Novum. Eins soll ein Wirtschaftskrimi werden. Den will er allerdings unter Pseudonym herausbringen.

Der China-Virus hat schließlich sogar die Tochter Sabrina zur Abi-Facharbeit inspiriert. Sie schrieb über die „Politische Entwicklung Chinas in den letzten 20 Jahren und die Auswirkungen auf die deutsch-chinesischen Beziehungen.“

„Ni hao Shanghai“ im Wagner-Verlag, ein Selbstverlag für Autoren, der gegen finanziellen Eigenanteil (hier: 2500 Euro) Manuskripte in Bücher verwandelt. Beim Verkauf von 500 Exemplaren erhält man den Eigenanteil zurück. 





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